An Gottes Hand

„Alles Quatsch! Das ist alles nur Einbildung! Da oben ist nichts!“ So antworten Menschen mitunter auf das Eingeständnis, dass man selbst an Gott glaubt. Sie kennen Gott nicht und wollen mich überzeugen, dass Atheismus die Wirklichkeit ist. Ich will jetzt nicht versuchen, einen Atheisten vom Gegenteil zu überzeugen, denn das geht nicht. Man kann einem Tauben nicht erklären, was die 5. Sinfonie von Beethoven ihrem Wesen nach ist. Nein, aber ich bin immer wieder durch solche Behauptungen angeregt, mich und meinen Glauben zu hinterfragen. Und eine dieser Fragen lautet:

Greift Gott in mein Leben ein? Greift er auf eine Weise ein, dass ich sagen kann: Gott lebt, und er ist ein Gott, der tatkräftig in das Leben eingreift?

Alles Zufall?

Gläubige Menschen sprechen manchmal davon, dass Gott ihnen auf die eine oder andere Weise geholfen habe. Und dann kann es passieren, dass man sagt: „Das ist ja alles Glück oder Zufall. Das muss doch nichts mit Gott zu tun haben!“

Ich bitte zu bedenken, dass der Zufall keine bestimmte Richtung hat. Der Zufall kann eine gute oder schlechte Folge haben. Was ein Zufall gut gemacht hat, kann der nächste ins Gegenteil verkehren. In der Summe müsste es so sein, dass ein Mensch, der nur alles dem Zufall überlässt, im Leben keine bestimmte Richtung einhalten kann. Solche Menschen würden den Steinen am Wegrand gleichen, die immer hin- und hergestoßen werden. Ziellos irren sie durchs Leben und nehmen alles so hin, wie es gerade kommt.

Dabei kann ich aber nicht übersehen, dass diese Welt, die ja angeblich von Menschen „gestaltet“ wird, eine ganz bestimmte Richtung eingeschlagen hat: Sie geht vom Schlimmen zum Schlimmeren. Warum? Und muss es immer so sein? Das ist doch kein Naturgesetz! Warum haben wir nie Frieden, wenn ihn doch angeblich alle wollen? Warum ertrinkt die Welt im Blut? Warum schlägt die Woge der Lügen über uns zusammen? Warum ist fast jeder jedermanns Feind? Warum und tausendmal warum? Das kann doch kein Zufall sein!

Muss ich annehmen, dass die Menschen alle so böse sind, dass die Welt gar nicht anders sein kann? Es sind nicht alle Menschen schlecht. Es gibt noch „Gerechte“, aber ihr Einfluss unterliegt, weil die Grundordnung zerbrochen ist: „Ist die Grundordnung zerbrochen, was richtet da der Gerechte noch aus?“ (Ps. 11:3). Ich habe  nicht vergessen, was Jesus über diese Welt sagte: „Die ganze Welt liegt in der Macht des Bösen“. So ziehe ich für mich den Schluss, dass diese Welt nicht zufällig den Weg in den Abgrund geht. Es kann kein Zufall sein, sondern ist die Wirkung einer bösen Macht, gegen die der armselige Mensch mit seinen natürlichen Wünschen und Sehnsüchten machtlos zu sein scheint. Und so werden die meisten Menschen von einem Unglück zum nächsten stolpern und sich einreden, dass es keinen Gott gibt, weil es sonst bestimmt anders in der Welt zuginge. Dabei vergessen sie, dass jeder von uns seinen Beitrag zum Unglück in der Welt liefert. Kein Mensch entgeht den Folgen dieses Gesetzes: „Was ein Mensch sät wird er ernten!“ Es wird vergessen, dass die Zukunft immer heute beginnt; was heute gesät wird, wird morgen seine Frucht tragen, ob gut oder böse.

Ist Gott schuld, wenn man nicht auf das Gewissen hört?

Dem Menschen wurde das Gesetz Gottes ins Herz gelegt. Es ist der goldene Maßstab seines Gewissens. Im Prinzip weiß jeder, was falsch und richtig ist, denn die Stimme des Gewissens lässt es uns wissen. So ist das Gewissen eine Art Kompass im Leben für Menschen, die verantwortlich sein wollen für das, was sie tun oder lassen. Da der Mensch frei erschaffen worden ist, hat er auch die Freiheit sich für Gut oder Böse zu entscheiden. Das bedeutet, dass er nicht auf sein Gewissen hören muss – er kann darauf hören. Und er wird darauf hören, wenn er Glauben hat. Wenn er auf das Gewissen hört und ihm gehorcht, dann hört er auf Gott und lässt sich von ihm helfen. Und unter dem guten Einfluss seines Gewissens werden seine Taten besser. Über das Gewissen hat Gott in sein Leben eingegriffen. Im anderen Fall wird er weiter böse handeln und gegen sich selbst leben, um schließlich seine eigene böse Ernte einzubringen. Gott hat dann nichts damit zu tun; es war des Menschen Wille und nur er trägt  die Verantwortung für seine Entscheidung gegen das Gewissen und gegen Gott.

Das Gewissen und Gott

Aber wie kommt es dazu, dass ein Mensch auf sein Gewissen hört? Für sich allein ist das menschliche Gewissen ein Werkzeug, das er benutzen kann, aber nicht benutzen muss. Erst wenn der Mensch eine persönliche Bindung an Gott empfindet und seinem eigentlichen Vater aus Liebe und Respekt zugetan ist, oder wenn er seine Verantwortung ernst nimmt und Gott gehorchen möchte, erst dann wird das Gewissen ein wertvolles Werkzeug, das ihn im Leben leitet.

In der Bibel ist oft vom Gewissen die Rede. Im Buch Hiob findet sich z. B. eine Bezugnahme im Zusammenhang mit der Belehrung Gottes im Traum:

„Doch in einer Weise redet Gott, und in zweien, und man achtet nicht darauf. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf die Menschen überfällt, im Schlummer auf dem Lager.

Dann öffnet er Menschen das Ohr und bestätigt die Warnung für sie, um den Menschen von seinem Tun abzubringen, den Hochmut auszutreiben vom Mann. Er will ihn vor dem Grab bewahren, sein Leben vom Lauf in den Tod“. (Hiob 33:14-18)

Gott kann Menschen durch Träume belehren, und wir haben dafür viele Beispiele. Da werden Warnungen ausgesprochen, Sachverhalte genannt, Hoffnung erzeugt und der Glaube bestätigt oder seine Schwächen aufgedeckt. Dabei wird auch das Gewissen aufgestört und der Betreffende leidet Gewissensqualen (Hiob 33:19-21), die ihn wieder auf den richtigen Weg führen können. Und dies alles ist auf das direkte Einwirken Gottes auf den Menschen möglich.

Wie hilft Gott?

Von Gott heißt es: „Gott ist ein Gott, der tatkräftig hilft“ (Ps. 68:21). Aber wer erfährt Gottes Hilfe? Es sind in der Regel Menschen, die auf ihn hören, die sich etwas von ihm sagen lassen. Und das geschieht zuerst durch das Wort Gottes. Die Bibel ist für den, der auf diese Stimme Gottes hören will, eine Schatzkammer an Weisheit. Zusammen mit dem Geist Gottes, dieser wunderbaren Kraft zum Guten, verfügt der Mensch des Glaubens über eine großartige Hilfe Gottes! Wenn ich an mein vergangenes Leben denke, dann kann ich immer nur sagen, dass Gott mir durch seine Weisheit geholfen und mich vor vielen bösen Taten bewahrt hat. Sein Wort war für mich ein Licht auf meinem Lebensweg, es war Trost, Anleitung und Hoffnung. Damit war nicht nur das Gefühl, sondern auch die Gewissheit verbunden, nicht mir selbst ausgeliefert zu sein. Es entstand die Gewissheit der Nähe Gottes und die immer widerkehrende Erfahrung, dass ich Hilfe hatte.

Und wie ist es, wenn ein Mensch diese Hilfe Gottes ablehnt, weil er nicht glauben kann oder will? Dann ist es so, wie es der Apostel Paulus im Brief an die Römer schildert:

„Trotz allem was sie von Gott wussten, ehrten sie ihn nicht als Gott und brachten ihm keinerlei Dank. Stattdessen verloren sich ihre Gedanken im Nichts, und in ihren uneinsichtigen Herzen wurde es finster. … Darum hat sie Gott den Begierden ihrer Herzen ausgeliefert; er hat sie ihrer Unsittlichkeit preisgegeben, so dass sie ihren eigenen Körper schändeten. … Und weil sie es nicht für gut hielten, Gott anzuerkennen, lieferte sie Gott einem verworfenen Denken aus, so dass sie tun, was man nicht tun darf.“ (Rö. 1:21, 24, 28)

Die Folgen dieses Verhaltens stehen uns vor Augen. Und ich bemerke, dass das nicht gelebte Leben sich auf eine fürchterliche Weise an den gottlosen Menschen rächt. Solche Worte wie in Römer 1 gibt es noch öfter in der Bibel. Sie haben mich beeindruckt. Ich kann ihnen ohne Einwand oder Zweifel Glauben schenken. Und auch diese Tatsache muss ich dem Wirken Gottes in meinem Leben zuschreiben. Und ich stelle fest, dass ich nicht mir selbst und meinem bösen Denken und Wünschen ausgeliefert wurde. Ich war beschützt, ich wurde geführt und konnte mit Gott Frieden halten.

Ich habe selbst erfahren, wie der Geist Gottes wirken kann:

„[Ihr] seid neue Menschen geworden, die ständig erneuert werden und so immer mehr dem Bild entsprechen, das der Schöpfer schon in euch sieht. Dann kommt es nicht mehr darauf an, ob ihr Juden oder Griechen seid, beschnitten oder unbeschnitten, ob euer Volk zivilisiert oder primitiv ist, ob ihr Sklaven oder freie Bürger seid; entscheidend ist allein, ob Christus in uns lebt und alles wirkt.“ (Kol. 3:10, 11)

Diesen Einfluss auf mein Leben kann ich nicht leugnen! Gottes Hilfe durch Jesus Christus hat mich nicht so sehr  in theologischen Lehrfragen belehrt, sondern zuerst in der Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht. Denn auf die Theorie und auf beeindruckende Lehrgebäude wird es letztlich nicht ankommen. Es wird darauf ankommen, was Paulus als „feste Grundlage“ bezeichnet hat: „Denn Gott hat ein massives, unverrückbares Fundament gelegt. Und es trägt den Abdruck seines Siegels mit folgender Inschrift: „Der Herr kennt die, die zu ihm gehören“ und: „Wer den Namen des Herrn nennt, meide das Unrecht.“ (2. Tim. 2:19) Und ich denke, dass es zuerst darauf ankommt, Gottes Gerechtigkeit zu suchen, um vom Richter Jesus Christus gut beurteilt zu werden. Um dieses hohe Ziel erreichen zu können, ist Gottes Hilfe unerlässlich: „Denn Gott bewirkt den Wunsch in euch, ihm zu gehorchen, und gibt euch auch die Kraft, zu tun, was ihm gefällt.“ (Phil. 2:13)

Gott schenkt Einsichten

Wie oft kommt es im Leben vor, dass man einfach für gewisse Tatbestände blind ist? Man sieht bestimmte Zusammenhänge nicht, obwohl man in der Bibel liest und sich mit seinem Glauben beschäftigt. Es kann mir so gehen, wie dem Pharisäer, von dem Jesus sagte, dass er geistig blind sei. Wer kann mich auf den richtigen Weg bringen, wer kann mir Einsicht geben? Es liegt ja auf der Hand, dass nur Gott durch seinen Geist das tun kann. Darum findet man ja auch im 119. Psalm wiederholt die Bitte: „Gib mir Einsicht!“. Und das sagte jemand, der Gottes Wort las, es verinnerlichen und danach leben wollte. Er brauchte mehr! Er benötigte Einsichten. Und denke ich an mich, dann stelle ich fest, dass ich wichtige Einsichten nur mit Gottes Hilfe, also durch seinen Geist, bekommen habe. Sie wurden mir geschenkt und ich kann nur Gott dafür danken.

Für mein Glaubensleben waren diese Einsichten so wichtig, dass ich ohne sie bestimmt mit meinem Glauben gescheitert wäre. Ich hätte mich im Dschungel meiner und fremder Gedanken verirrt; ich hätte kein Oben und kein Unten mehr gekannt. Ja, ich habe glauben gelernt. Aber ich habe ihn anders gelernt als durch schlaue oder vielleicht auch gute Predigten. Denn kein Mensch kann mir Vertrauen zu Gott einflößen oder, was sehr wichtig ist, mir die Gewissheit geben, dass Gott lebt und in meinem Leben als himmlischer Vater wirkt. Das kann jeder sagen, aber erfahren, d. h. wirklich wahrnehmen, kann man das nur allein durch eine geschenkte  Einsicht.

Man kann viel über die Liebe Gottes und des Christus reden. Aber alles Reden ist leerer Schall, wenn die Einsicht und die eigene Erfahrung dazu fehlen. Es ist Wortgeklingel, wenn man die Liebe Gottes nicht selbst „geschmeckt“ hat. Dazu muss es kommen! Und das bewirkt Gott durch sein Eingreifen in mein Leben!

Aber mit diesen Hinweisen ist Gottes Hilfe und sein Eingreifen in unser Leben noch lange nicht erschöpft. Im Brief an die Hebräer erwähnt Paulus viele Glaubensmenschen, in deren Leben Gott immer wieder eingegriffen hatte, um sie an ihr Ziel zu bringen. Wir erfahren von Engeln, die den Dienern Gottes beistanden; wir werden an die große Macht Gottes erinnert, die das Leben dieser Menschen gestaltete.

Und wir werden an Abraham erinnert, der ein Leben lang auf seiner „Pilgerreise“ war. Auf dieser Reise war er oft in Gefahren, war manchmal ratlos, wusste den Weg nicht und hatte mit seiner Unzulänglichkeit zu kämpfen. Es kam vor, dass er mit all seinem Wissen und seiner Erfahrung nicht in der Lage war, eine gute Entscheidung zu treffen. Als er um das Leben seiner Sarah fürchten musste, verfiel er auf einen „Ausweg“: Er gab sie als seine Schwester aus, damit irgendwelche Herrscher nicht auf die Idee kämen, den Ehemann dieser schönen Frau umzubringen, um sich dann der Frau zu bemächtigen. Das hinderte aber den ägyptischen König und einen Stadtkönig nicht daran, sie Abraham  einfach wegzunehmen, weil sie seine „Schwester“ war. Was hätte Abraham auch dagegen tun können? Hätte er gesagt, dass sie seine Frau sei, dann wäre sein Leben in Gefahr gewesen.

Was sollte er tun? Da griff Gott ein. Er warnte die Könige im Traum und drohte ihnen den Tod an, wenn sie Sarah bei sich behielten. Erschrocken ließen sie Sarah zu ihrem Mann zurückkehren. Auf diese Weise hat Abraham „geschmeckt“, dass Gott ein Gott ist, der tatkräftig hilft:

„Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er uns die Last, er, der Gott unsres Heils. Gott ist ein Gott, der uns tatkräftig hilft; und bei Jehowah, dem Herrn, entkommt man dem Tod.“ (Ps. 68:20, 21)

Es lässt sich noch sehr viel über das Wirken Gottes im Leben seiner Kinder sagen. Man muss sich nur die Mühe machen, darüber nachzudenken und man muss es sich abgewöhnen, allzu vieles für selbstverständlich zu halten. Ich denke, dass auch der Schutz vor den Dämonen und ihrem Herrscher unbedingt dazu gehört. Was könnte ein Glaubender gegen die bösen Geistermächte ausrichten? Er wäre ohne den direkten Schutz Gottes verloren! Statt dessen erfährt er Gottes und Jesu Nähe. Sie sind seine Hausgenossen und Beschützer (Joh. 14:23). Und in einer durch und durch friedlosen Welt erlebt ein Mensch des Glaubens einen Frieden, der alles Denken weit übersteigt. Er spürt, wie seine Verstandeskraft durch diesen Frieden beschützt wird:

„Macht euch keine Sorgen, sondern bringt eure Anliegen im Gebet mit Bitte und Danksagung vor Gott! Und sein Friede, der alles menschliche Denken übersteigt, wird euer Innerstes und eure Gedanken beschützen, denn ihr seid ja mit Jesus Christus verbunden.“ (Phil. 4:6, 7)

Mit dieser göttlichen Zusicherung ist auch die Angst bekämpft, die mich mitunter überfällt:

„Ich suchte Jehowah, und er hat mich erhört, hat mich von meinen Ängsten befreit. Wer auf ihn blickt, wird strahlen; sein Vertrauen wird niemals enttäuscht. Der Hilflose rief, und Jehowah half ihm aus all seinen Nöten. Wer Jehowah fürchtet und ehrt, den umgibt sein schützender Engel und befreit ihn. Schmeckt und seht wie gütig Jehowah ist! Glücklich ist jeder, der Schutz bei ihm sucht!“ (Ps. 34:5-9)

Ich bin glücklich, dass ich alles dies mit einer Selbstverständlichkeit sagen kann, die mir in jungen Jahre fremd war. Als junger Mann wollte ich den Sinn des Lebens erfahren, ich wollte wesentlich werden. Früher hatte ich keine genauen Vorstellungen, was darunter zu verstehen war. Im Laufe meines Lebens habe ich das aber erfahren. Ich habe es erfahren, weil ich mein Leben nicht als eine Folge von Zufällen erfuhr, sondern als Weg zum Ziel, das Gott mir gesteckt hatte und auf das er mich hinführte. Und dieses Ziel war die Gottverbundenheit, die Gottesfurcht und die Liebe.

Ich habe es versucht, für mich zu ergründen, wie Gott in meinem Leben wirksam war. Denke ich an die ganze Heilige Schrift, dann muss ich auch sagen, dass sie ein fortlaufender Bericht des göttlichen Wirkens im Leben der Menschen und ganzer Völker ist. Die Geschichte dieser Welt ist eine Krankengeschichte von Menschen, die Gott nicht wahrnahmen. Es ist die tragische Geschichte des menschlichen Scheiterns, ein Beweis für den riesengroßen Irrtum der Gottesleugnung. Auch wenn alle Nationen irgendeinen „Glauben“, also eine Religion haben, ist er im Ganzen ohne moralische Kraft geblieben, weil der Geist Gottes fehlte. Wenn Gott eingriff, dann schütze und bewahrte er einerseits seine Anbeter, andererseits ließ er die Folgen der bösen Taten wirksam werden. Seine Kinder lebten immer in einer gefahrvollen Welt, in einer Welt, von der Paulus schrieb, dass sie ihrer nicht würdig war. Auch die Kinder Gottes litten immer unter den schlimmen Verhältnissen, aber sie blieben ihrer Überzeugung, ihrem Glauben treu und zeigten so einer ganzen Welt moralische Stärke, Liebe, Hoffnung und Gottvertrauen. Sie verurteilten durch ihr Leben eine gottentfremdete Welt. Sie bewiesen ihr, dass man als Mensch anders und besser leben kann, wenn man Gottes Hilfe im Leben hat und nutzt. Sie zeigten deutlich, dass man unter dem Einfluss des Geistes Gottes ein neues, besseres Leben führen kann, dass es möglich ist, die Finsternis dieser bösen Welt zu verlassen und ins Licht der göttlichen Gnade zu treten:

„Früher gehörtet ihr zwar zur Finsternis, aber jetzt gehört ihr durch den Herrn zum Licht. Lebt nun als Menschen des Lichts! Ein solches Leben bringt als Frucht jede Art von Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.“ (Eph. 5:8, 9)

Und jeder ist von Jesus eingeladen, dieses Leben zu ergreifen:

„Wenn jemand Durst hat, so soll er zu mir kommen und trinken! Wenn jemand an mich glaubt, werden Ströme von lebendigem Wasser aus seinem Inneren fließen, so wie es die Schrift sagt. Er meinte damit den heiligen Geist, den die erhalten sollten die an ihn glauben würden.“ (Joh. 7:37-39)

Veröffentlicht von Tilo

Ein alter Mann, der lange Zeit ein Zeuge Jehovas war und dieser Kirche aus Gewissensgründen den Rücken kehrte. Heute stehe ich allen Kirchen misstrauisch gegenüber, denn glauben kann man nur allein. (amenuensor@aol.com)

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